▶️ Der Teilzeit-Trick: Wie Deutschlands Ämter ihr Personalproblem sofort lösen könnten
Die IW-Studie zeigt, dass Deutschlands öffentlicher Dienst durch hohe Teilzeitraten überraschend große Arbeitszeitreserven besitzt. | Rechnerisch könnten bis zu 634.000 Vollzeitäquivalente aus bestehenden Teilzeitstellen entstehen – fast genau die vom dbb beklagten 631.000 Fehlstellen. | Besonders große Reserven stecken laut Studie in Schulen, Kitas und Kommunalverwaltungen, also genau dort, wo der Mangel öffentlich beklagt wird. | | Die Zahlen sind jedoch methodisch unterschiedlich: dbb-Meldungen messen Bedarf, das IW die rein rechnerische Ausnutzbarkeit von Arbeitszeit. | Eine vollständige Umstellung auf Vollzeit wäre unrealistisch und berührt Lebensrealitäten wie Kinderbetreuung, Pflege und Gesundheit. | Ein moderates Szenario nach Sachsen-Anhalt könnte dennoch rund 294.000 Vollzeitäquivalente bringen und wäre politisch anschlussfähiger. | Das IW plädiert statt Abwerbung aus der Privatwirtschaft für bessere Arbeitszeitnutzung und schlankere Gesetze, um Aufgabenlast zu reduzieren. | | Bürokratieabbau und Digitalisierung gelten als Schlüssel, um Personal effizienter einzusetzen ohne die Gesamtwirtschaft zu schwächen. | Praktische Politikempfehlungen sind Anreize zur freiwilligen Aufstockung, Ausbau von Betreuungsangeboten und sektorspezifische Prüfungen. | | Die Studie fordert eine ehrliche Debatte: weniger reflexives Einstellen, mehr Aufgabenkritik und strukturelle Reformen als nachhaltige Lösung. [...]
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