Die Woche vom 22. bis 27. Februar 2026: Trump-Zölle gestoppt, Eskalation in Nahost: Das Protokoll einer historischen Krisenwoche
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Veröffentlicht am: 1. März 2026 / Update vom: 1. März 2026 – Verfasser: Konrad Wolfenstein

Die Woche vom 22. bis 27. Februar 2026: Trump-Zölle gestoppt, Eskalation in Nahost: Das Protokoll einer historischen Krisenwoche – Bild: Xpert.Digital
Von Kabul bis Teheran: Als die Welt Ende Februar am Abgrund stand
Supreme Court, Iran-Schlag und Kriege: Der perfekte geopolitische Sturm im Februar 2026
Es gibt Phasen, in denen die Weltgeschichte scheinbar stillsteht, und es gibt Wochen, in denen sie sich mit unbändiger Wucht überschlägt. Die Tage vom 22. bis zum 27. Februar 2026 gehören zweifellos zur letzteren Kategorie. In einem äußerst schmalen Zeitfenster verdichteten sich globale Spannungen zu einem beispiellosen Stresstest für die internationale Ordnung. Während in den USA ein historisches Urteil des Supreme Courts ein gewaltiges Maß an wirtschaftlicher Unsicherheit auslöste und die Zollpolitik der Trump-Administration mit einem Schlag für verfassungswidrig erklärte, kam es in Südasien zu großen militärischen Gefechten und einem offenen Krieg zwischen Pakistan und Afghanistan.
Parallel dazu wütete der Ukraine-Krieg durch anhaltende russische Bombardements mit unverminderter Härte in seinem fünften Jahr, und die in Vergessenheit geratenen humanitären Katastrophen im Sudan nahmen unvorstellbare Ausmaße an. Den absoluten Höhepunkt dieser geopolitischen Erschütterungen bildete jedoch die „Operation Epic Fury“: Ein beispielloser, koordinierter Militärschlag der USA und Israels gegen die Führung und Infrastruktur des Irans, der den Nahen Osten an den Rand eines totalen Flächenbrandes trieb. Der folgende Bericht rekonstruiert die Chronologie jener sechs schicksalhaften Tage. Er zeigt in erschreckender Klarheit auf, wie schnell scheinbar isolierte Krisenherde zu einem globalen Flächenbrand verschmelzen können – und wie brüchig das Fundament unserer Weltordnung tatsächlich geworden ist.
Von Kabul bis Teheran: Die 6 Schicksalstage, die das globale System erschütterten
Die Woche vom 22. bis 27. Februar 2026 wird in die Geschichte eingehen als eine Periode, in der sich gleich mehrere geopolitische Krisenherde gleichzeitig entzündeten und die fragile internationale Ordnung an den Rand des Zusammenbruchs brachten. Was in normalen Zeiten als isolierte Einzelereignisse wahrgenommen worden wäre, verdichtete sich in diesen sechs Tagen zu einem perfekten Sturm aus militärischer Eskalation, juristischen Umwälzungen und humanitären Katastrophen, der die Grundfesten des globalen Systems erschütterte.
Das Ende der Zoll-Willkür: Der Supreme Court zieht die Notbremse
Am 20. Februar 2026, unmittelbar vor Beginn der hier betrachteten Woche, fällte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten eine Entscheidung von historischer Tragweite. In einem 6-3-Urteil erklärte der Supreme Court, dass der International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) den Präsidenten nicht zur Erhebung von Zöllen ermächtigt. Chief Justice John Roberts formulierte in seiner Mehrheitsmeinung unmissverständlich, dass die Befugnis zu regulieren nicht die Befugnis zu besteuern einschließe und dass das Wort regulate in IEEPA keine eigenständige Ermächtigung zur Erhebung von Zöllen auf Importe darstelle. Damit wurden sämtliche seit Januar 2025 unter IEEPA verhängten reziproken Zölle, einschließlich der sogenannten Liberation-Day-Tarife vom April 2025, mit einem einzigen Urteil für verfassungswidrig erklärt.
Die unmittelbare Reaktion der Trump-Administration ließ nicht lange auf sich warten. Noch am selben Tag unterzeichnete der Präsident eine neue Executive Order, die auf Section 122 des Trade Act von 1974 gestützt einen globalen Zollsatz von zunächst zehn Prozent vorsah, der bereits am folgenden Tag auf 15 Prozent angehoben wurde und ab dem 24. Februar in Kraft trat. Für die Weltwirtschaft bedeutete dieses juristische Erdbeben eine Phase massiver Unsicherheit. Unternehmen sahen sich plötzlich mit der Frage konfrontiert, wie der Rückerstattungsprozess für bereits gezahlte IEEPA-Zölle ablaufen würde, während gleichzeitig neue Handelsbarrieren unter einer anderen Rechtsgrundlage errichtet wurden. Die Auswirkungen auf globale Lieferketten und Handelsbeziehungen waren in ihrer Reichweite kaum absehbar, zumal viele der in den vorangegangenen Monaten geschlossenen bilateralen Handelsabkommen auf IEEPA-Autorität beruhten.
Südasien im offenen Krieg: Pakistan gegen Afghanistan
Während die Handelsrechtler in Washington noch die Folgen des Supreme-Court-Urteils analysierten, eskalierte in Südasien ein Konflikt, der die Region an den Rand eines umfassenden Krieges brachte. Am 21. Februar 2026 führte die pakistanische Luftwaffe Luftangriffe auf die afghanischen Provinzen Nangarhar, Paktika und Khost durch, mit der erklärten Absicht, sieben Militärlager der pakistanischen Taliban (TTP) und des Islamischen Staates Khorasan (ISIS-K) zu zerstören. Pakistan begründete die Angriffe als Vergeltung für eine Serie von Terroranschlägen, darunter einen verheerenden Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Islamabad.
Die Taliban-Regierung in Kabul verurteilte die Angriffe zunächst und kündigte eine kalkulierte Antwort an. Am 24. Februar nahmen die Feindseligkeiten wieder zu, als beide Seiten entlang ihrer Grenzen das Feuer eröffneten. Der entscheidende Wendepunkt kam am 26. Februar, als Afghanistan eine militärische Vergeltungsoperation gegen Pakistan startete und mehr als 50 pakistanische Grenzposten angriff. Pakistans Antwort war verheerend. Unter dem Operationsnamen Ghazab Lil Haqq, was so viel bedeutet wie Zorn für die Wahrheit, bombardierte die pakistanische Luftwaffe nicht nur Grenzzonen, sondern auch die Hauptstadt Kabul mit ihren sechs Millionen Einwohnern sowie die südliche Stadt Kandahar, den Sitz des Taliban-Führers Haibullah Akhundzada. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif sprach offen von einem offenen Krieg.
Die Opferzahlen beider Seiten waren erschreckend und zugleich höchst widersprüchlich. Die Taliban berichteten, 55 pakistanische Kämpfer getötet zu haben, während 19 Zivilisten durch pakistanische Angriffe in den Provinzen Khost und Paktika ums Leben kamen und 26 weitere verletzt wurden. Augenzeugen in Kabul berichteten von zahlreichen Krankenwagensirenen nach lauten Explosionen, und Sicherheitsvideos zeigten helle Blitze am Nachthimmel von den Grenzgefechten. Erst am Ende des 27. Februar signalisierten Taliban-Vertreter ihre Bereitschaft zu Verhandlungen, nachdem die Bombardierung von Kabul und Kandahar das volle Ausmaß pakistanischer Militärmacht demonstriert hatte.
Der Ukraine-Krieg im fünften Jahr: Keine Erschöpfung in Sicht
Parallel zu den Ereignissen in Südasien markierte die betrachtete Woche auch den vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion in die Ukraine am 24. Februar. Der UN-Sicherheitsrat hielt aus diesem Anlass eine Sondersitzung ab, bei der Untergeneralsekretärin Rosemary DiCarlo im Namen des Generalsekretärs betonte, dass mit jeder Fortdauer des Krieges das Leid und die Risiken für den regionalen und internationalen Frieden wachsen.
Die militärische Realität vor Ort unterstrich diese Warnung auf brutale Weise. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar startete Russland einen weiteren massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Einsatz von 420 Drohnen und 39 Raketen in dieser einen Nacht, darunter elf Iskander-M-Ballistikraketen, 24 Kh-101-Marschflugkörper und rund 280 Shahed-Drohnen. Es war der vierte russische Angriff mit über 400 Projektilen allein im Februar 2026. Dieser massive Angriff zielte primär auf die ukrainische Energieinfrastruktur und fand bezeichnenderweise am Vorabend amerikanisch-ukrainischer Diplomatiegespräche in Genf statt, was Russlands Taktik verdeutlichte, größere Angriffe rund um wichtige Verhandlungstermine zu lancieren.
Eine Analyse des International Institute for Strategic Studies kam zu dem ernüchternden Schluss, dass Russland trotz über 1,2 Millionen Verlusten, Toten und Verwundeten zusammengenommen, weiterhin in der Lage sei, den Krieg das gesamte Jahr 2026 über fortzuführen. Moskau nutze den Konflikt aktiv zur Erprobung neuer Kampfstrategien und Waffensysteme, einschließlich einer modernisierten Version der Shahed-136-Drohne mit einer Reichweite von 2.000 Kilometern, die theoretisch Ziele quer durch Europa erreichen könnte. Die russische Militärführung verlegte zudem frische Einheiten in die Richtung Slowjansk und bereitete sich offensichtlich auf geplante Frühjahrs- und Sommeroffensiven 2026 vor.
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Der perfekte Sturm: Wie 3 Krisen in 6 Tagen die Welt an den Abgrund brachten
Operation Epic Fury: Der Angriff auf Iran
Das Ereignis, das alle anderen in den Schatten stellte und dessen Auswirkungen die kommenden Monate und Jahre prägen werden, begann in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 2026. Unter dem Codenamen Operation Epic Fury starteten die Vereinigten Staaten und Israel eine koordinierte Luftkampagne gegen Iran. In einer Videoansprache erklärte Präsident Trump den Beginn militärischer Operationen und rief die iranische Bevölkerung dazu auf, sich gegen ihre Regierung zu erheben. Die erklärten Ziele umfassten die Verhinderung einer iranischen Nuklearwaffenfähigkeit, die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms, die Neutralisierung der iranischen Seestreitkräfte und den Schutz amerikanischer Interessen im Nahen Osten vor der sogenannten Achse des Widerstands.
In den ersten zwölf Stunden der Kampagne führte die vereinigte amerikanisch-israelische Streitmacht nahezu 900 Angriffe auf iranische Ziele durch. Allein die israelischen Streitkräfte gaben an, 500 iranische Ziele getroffen zu haben, wobei Angriffe in 17 iranischen Provinzen beobachtet wurden. Die kombinierte Streitmacht führte eine gezielte Enthauptungskampagne gegen die iranische militärische und politische Führung durch. Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei wurde getötet, wie iranische Staatsmedien bestätigten, ebenso der Oberkommandierende der Islamischen Revolutionsgarden und Ali Shamkhani, der Vertreter des Obersten Führers im Obersten Verteidigungsrat. Israelische Operationen zielten zudem auf mehrere Führungsfiguren des iranischen Nuklearprogramms.
Die iranische Reaktion kam umgehend und traf nicht nur Israel, sondern auch zahlreiche Golfstaaten. Iran feuerte Raketen auf US-Stützpunkte in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Jordanien und Saudi-Arabien. IRGC-nahe Medien berichteten, dass Iran insgesamt 14 amerikanische Stützpunkte angegriffen habe. In Abu Dhabi wurde eine Drohne abgefangen, die auf den Zayed International Airport gerichtet war, wobei eine Person getötet und sieben weitere verletzt wurden. Trümmer einer Abfangrakete verursachten zudem einen Brand am Burj Al Arab in Dubai, und im Hafen Jebel Ali brach nach einer Abfangaktion ein Feuer aus. Iranische Quellen meldeten mindestens 201 Tote und 747 Verletzte durch die amerikanisch-israelischen Angriffe, darunter Schüler, die bei einem Angriff auf eine Grundschule im Südosten des Landes ums Leben kamen.
Vergessene Katastrophen: Sudan und Südsudan
Während die Aufmerksamkeit der Welt auf den Nahen Osten und Südasien gerichtet war, verschärfte sich in Nordostafrika die größte humanitäre Katastrophe der Welt weiter. Im Sudan, wo der Bürgerkrieg zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) im April 2023 begonnen hatte, erreichte die Krise nach 1.000 Tagen Krieg erschreckende Dimensionen. Schätzungsweise 33,7 Millionen Menschen, rund zwei Drittel der Bevölkerung, werden voraussichtlich im Jahr 2026 humanitäre Hilfe benötigen. Über 9,2 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben worden, und mehr als 21 Millionen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit.
Die Rapid Support Forces setzten ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung fort. In der betrachteten Woche kamen mindestens 22 Menschen bei einem Bombardement eines Militärkrankenhauses in Südkordofan ums Leben. Ein Angriff mit einer Drohne auf einen humanitären Konvoi des Welternährungsprogramms nahe El-Obeid tötete eine Person und verletzte drei weitere. Bei einem weiteren Drohnenangriff auf ein Fahrzeug mit vertriebenen Familien nahe Er Rahad wurden mindestens 24 Menschen getötet, darunter acht Kinder. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen warnte vor Indikatoren eines genozidalen Pfades in der Region.
In Südsudan verschärften erneute Kämpfe im Bundesstaat Jonglei die ohnehin dramatische Lage. Fast 280.000 Menschen wurden in wenigen Wochen vertrieben, Gesundheitseinrichtungen beschädigt und die Ausbreitung von Cholera befördert. Der UN-Nothilfekoordinator warnte vor einem perfekten Sturm aus Konflikt, Klimaschocks und Entbehrung. Dreizehn Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt oder geplündert, und die Choleraepidemie, die seit September 2024 andauert, hatte landesweit bereits über 98.000 Fälle und 1.624 Todesfälle verzeichnet.
Diplomatische Lichtblicke in der Dunkelheit
Inmitten der globalen Krisenspirale gab es vereinzelt auch konstruktive diplomatische Entwicklungen. US-Vizepräsident JD Vance besuchte Armenien und wurde damit der ranghöchste amerikanische Regierungsvertreter, der jemals das Land besucht hat. Vance traf Premierminister Nikol Paschinjan, um die Umsetzung eines Friedensabkommens zur Beendigung des Bergkarabach-Konflikts zu besprechen. Im Rahmen dieses Besuchs schlossen Armenien und die USA einen Nukleardeal ab, der ein Section-123-Abkommen und Exporte im Zusammenhang mit Kernenergie im Wert von bis zu neun Milliarden US-Dollar an Armenien umfasst.
Saudi-Arabien und Syrien unterzeichneten mehrere Abkommen, darunter Vereinbarungen über eine gemeinsame Billigfluggesellschaft, einen neuen internationalen Flughafen in Aleppo und ein Telekommunikationsprojekt im Wert von einer Milliarde US-Dollar. Diese Investitionen waren Teil umfassenderer Bemühungen nach der Aufhebung der US-Sanktionen gegen Syrien. Die Vereinigten Staaten kündigten zudem die Entsendung von 200 Soldaten nach Nigeria an, um die nigerianischen Streitkräfte im Kampf gegen Boko Haram und andere islamistische Terrorgruppen auszubilden und logistisch zu unterstützen.
Eine Woche, die Ordnungen bricht
Die Woche vom 22. bis 27. Februar 2026 legte in erschreckender Klarheit offen, wie fragil die internationale Ordnung geworden ist. Auf mindestens drei Kontinenten eskalierten bewaffnete Konflikte gleichzeitig, während das höchste Gericht der wichtigsten Wirtschaftsmacht der Welt die handelspolitische Architektur seines Präsidenten in Trümmer legte. Die humanitären Krisen in Afrika erreichten neue Tiefpunkte der Hoffnungslosigkeit, während die diplomatischen Instrumente zur Eindämmung dieser Krisen zunehmend stumpf wirkten. Ob der Angriff auf Iran den Beginn eines kurzlebigen militärischen Eingreifens oder den Auftakt zu einem langwierigen regionalen Flächenbrand markierte, war am Ende dieser Woche die beherrschende Frage der Weltpolitik.
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