KI-gestützte Wissensarbeit: Deep Research mit ChatGPT von OpenAI: Wo sind die Vorteile und Grenzen?
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Veröffentlicht am: 27. Februar 2025 / Update vom: 27. Februar 2025 – Verfasser: Konrad Wolfenstein
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KI-gestützte Wissensarbeit: Deep Research mit ChatGPT von OpenAI: Wo sind die Vorteile und Grenzen? – Bild: Xpert.Digital
OpenAI vs. Konkurrenz: Wie „Deep Research“ die Zukunft der Arbeit prägt
Tiefenrecherche: OpenAI öffnet den Zugang und verändert die Landschaft der Wissensarbeit
OpenAI hat mit der schrittweisen Öffnung seines „Deep Research“-Features einen bemerkenswerten Schritt vollzogen, der das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir Wissen gewinnen und verarbeiten, grundlegend zu verändern. Was einst einer exklusiven Gruppe von Pro-Nutzern vorbehalten war, steht nun einem breiteren Publikum zur Verfügung, darunter Abonnenten von ChatGPT Plus, Team-, Education- und Enterprise-Plänen. Diese Ausweitung des Zugangs, wenngleich mit monatlichen Nutzungslimits versehen, signalisiert nicht nur die zunehmende Reife dieser Technologie, sondern auch OpenAIs strategische Ambition, im hart umkämpften Feld der KI-gestützten Informationssysteme eine führende Rolle einzunehmen. Der Schritt erfolgt in einer Zeit, in der der Wettbewerb mit Unternehmen wie Perplexity, Google, xAI und Microsoft intensiviert wird, die alle bestrebt sind, die nächste Generation von Werkzeugen für die Wissensarbeit zu entwickeln.
Hintergrund und Funktionsweise von Deep Research
Genese und Kernfunktionalität
Deep Research entstand aus dem Bedürfnis heraus, die Grenzen herkömmlicher Suchmethoden zu überwinden und eine neue Ära der Wissensgewinnung einzuleiten. Es wurde als eine Art „KI-Agent“ konzipiert, der in der Lage ist, komplexe, mehrstufige Recherchen autonom durchzuführen. Im Kern geht es darum, nicht nur Informationen zu finden, sondern diese auch zu verstehen, zu analysieren und in strukturierter Form zu präsentieren. Deep Research nutzt eine hochentwickelte Version des o3-Modells von OpenAI, das speziell für die anspruchsvollen Aufgaben des Webbrowsings und der Datenanalyse optimiert wurde.
Im Gegensatz zu den traditionellen Chatbot-Modi, wie sie beispielsweise in GPT-4o zum Einsatz kommen, ist Deep Research darauf ausgelegt, über einen längeren Zeitraum hinweg – typischerweise zwischen fünf und dreißig Minuten pro Anfrage – zu operieren. In dieser Zeit durchforstet es systematisch Hunderte von Online-Quellen, extrahiert relevante Informationen, interpretiert deren Bedeutung im Kontext der gestellten Frage und synthetisiert die Ergebnisse zu einem kohärenten Bericht. Dieser Prozess geht weit über das einfache Abrufen von Suchergebnissen hinaus; er beinhaltet eine aktive Auseinandersetzung mit dem gefundenen Material, die Identifizierung von Mustern, Widersprüchen und relevanten Zusammenhängen.
Technologische Grundlagen
Die Leistungsfähigkeit von Deep Research basiert auf einer Kombination verschiedener fortschrittlicher KI-Technologien. Ein zentraler Aspekt ist das „Reasoning“, also die Fähigkeit, logische Schlussfolgerungen zu ziehen und komplexe Sachverhalte zu verstehen. Dies ermöglicht es dem System, Suchstrategien eigenständig zu entwickeln und anzupassen, Quellen kritisch zu bewerten und die Relevanz von Informationen im Kontext der jeweiligen Fragestellung zu beurteilen.
Darüber hinaus ist Deep Research in der Lage, Python-Code auszuführen, was ihm die Tür zur direkten Datenanalyse öffnet. Diese Fähigkeit ist besonders wertvoll, wenn es darum geht, große Datensätze zu verarbeiten, statistische Analysen durchzuführen oder komplexe Berechnungen anzustellen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Fähigkeit zur Verarbeitung benutzerdefinierter Dateien. Nutzer können dem System Dokumente, Tabellen oder andere Dateiformate zur Verfügung stellen, die dann in die Recherche einbezogen werden können. Dies ermöglicht es beispielsweise, interne Berichte, Forschungsdaten oder spezifische Dokumentationen in die Analyse zu integrieren und so den Kontext der Recherche zu erweitern.
Ein entscheidender Unterschied zu früheren Modellen liegt im Trainingsansatz. Deep Research wurde durch „Reinforcement Learning“ trainiert, wobei der Fokus auf realen Aufgaben lag, die Browser- und Tool-Nutzung erfordern. Dieser Ansatz unterscheidet sich grundlegend von der rein textbasierten Trainingsmethode, die bei vielen früheren Sprachmodellen üblich war. Durch das Training an realen Rechercheaufgaben hat Deep Research gelernt, effektiv mit dem dynamischen und oft unstrukturierten Informationsraum des Internets umzugehen.
Erweiterter Zugang und Nutzungsbedingungen
Neue Nutzergruppen und Abfragelimits
Die Ausweitung des Zugangs zu Deep Research auf breitere Nutzergruppen markiert einen signifikanten Schritt in der Demokratisierung dieser Technologie. Ursprünglich exklusiv für Pro-Nutzer mit einem monatlichen Abonnement von 200 US-Dollar verfügbar, wurde der Zugang am 25. Februar 2025 auf folgende Nutzergruppen erweitert:
Plus-Nutzer (20 US-Dollar/Monat)
10 Deep-Research-Abfragen pro Monat. Dies ermöglicht es einem breiten Kreis von Nutzern, die grundlegenden Vorteile der Tiefenrecherche zu erleben, ohne die hohen Kosten eines Pro-Abonnements tragen zu müssen.
Team/Enterprise/Education
10 Abfragen pro Benutzer und Monat. Diese Regelung zielt darauf ab, Organisationen und Bildungseinrichtungen den Zugang zu ermöglichen und die kollaborative Nutzung von Deep Research in Teams zu fördern.
Pro-Nutzer
Erhöhung des monatlichen Abfragelimits von 100 auf 120 Abfragen. Für Power-User, die regelmäßig umfangreiche Recherchen durchführen, stellt dies eine willkommene Erhöhung der Kapazität dar.
Ressourcenintensive Verarbeitung: Die Balance zwischen Präzision und Effizienz
Diese gestaffelten Nutzungslimits reflektieren die Ressourcenintensität von Deep Research. Jede Abfrage ist mit einem erheblichen Rechenaufwand verbunden, da das Modell bis zu 30 Minuten lang autonom arbeitet, Suchstrategien entwickelt, Quellen bewertet und Ergebnisse trianguliert. Die Limitierung der Abfragen dient somit dazu, die Systemressourcen effizient zu verwalten und eine gleichbleibend hohe Servicequalität für alle Nutzer zu gewährleisten.
Technische Verbesserungen im Zuge der Erweiterung
Parallel zur Ausweitung des Nutzerkreises wurden auch technische Verbesserungen implementiert, die die Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit von Deep Research weiter erhöhen:
1. Eingebettete Bilder mit Zitaten
Visuelle Inhalte aus Webquellen werden nun direkt in die Berichte integriert und mit entsprechenden Quellenangaben versehen. Dies bereichert die Berichte um visuelle Informationen und erleichtert das Verständnis komplexer Sachverhalte, insbesondere in Bereichen wie Wissenschaft, Technik oder Design.
2. Verbesserte Dokumentenanalyse
Deep Research verfügt nun über ein noch besseres Verständnis für hochgeladene Dateien, insbesondere PDFs und Tabellen. Dies ist besonders in fachspezifischen Kontexten von Vorteil, in denen Nutzer häufig mit spezialisierten Dokumenten arbeiten. Die verbesserte Analysefähigkeit ermöglicht es, Informationen aus diesen Dokumenten präziser zu extrahieren und in die Rechercheergebnisse zu integrieren.
3. Erhöhte Transparenz
Jeder von Deep Research erstellte Bericht enthält detaillierte Quellennachweise und eine Zusammenfassung der durchgeführten Rechercheschritte. Dies erhöht die Nachvollziehbarkeit des Rechercheprozesses und ermöglicht es Nutzern, die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse besser einzuschätzen. Die Transparenz ist ein wichtiger Aspekt, um das Vertrauen in KI-gestützte Wissensarbeit zu stärken und den verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie zu fördern.
Leistungsfähigkeit und Anwendungsfälle in der Praxis
Benchmark-Ergebnisse und Leistungsvergleiche
Die Leistungsfähigkeit von Deep Research wurde in verschiedenen internen und externen Tests unter Beweis gestellt. In direkten Vergleichen mit anderen Modellen, einschließlich GPT-4o und Claude 3.5, übertraf Deep Research diese in verschiedenen Benchmarks deutlich:
Humanity’s Last Exam (CAIS/Scale AI)
In diesem anspruchsvollen Benchmark, der das allgemeine Wissen und die Problemlösungsfähigkeiten von KI-Systemen testet, erreichte Deep Research eine Genauigkeit von 26,6 %. Zum Vergleich: GPT-4o und Claude 3.5 erzielten lediglich 9 %. Dieses Ergebnis unterstreicht die überlegene Fähigkeit von Deep Research, komplexe Fragen zu verstehen und präzise Antworten zu liefern.
GAIA-Benchmark
Im GAIA-Benchmark, der die Fähigkeit von KI-Systemen zur Beantwortung von Fragen in verschiedenen Wissensgebieten testet, übernahm Deep Research in 43 von 50 Aufgabenkategorien die Führung. Dies demonstriert die breite Anwendbarkeit und hohe Leistungsfähigkeit von Deep Research in unterschiedlichen Domänen.
Reprogrammierungsforschung
In einem spezifischen Anwendungsfall im Bereich der biomedizinischen Forschung wurde Deep Research erfolgreich eingesetzt, um über 200 Studien zur Zellreprogrammierung in weniger als 30 Minuten zu analysieren. Diese Aufgabe, die traditionell Tage oder sogar Wochen in Anspruch genommen hätte, konnte durch den Einsatz von Deep Research in kürzester Zeit bewältigt werden. Dies verdeutlicht das enorme Potenzial der Technologie zur Beschleunigung von Forschungsprozessen.
Wettbewerbslandschaft und strategische Positionierung
Konkurrierende Lösungen und Alleinstellungsmerkmale
OpenAI positioniert Deep Research bewusst als Antwort auf die wachsende Konkurrenz im Bereich der KI-gestützten Wissensarbeit. Es gibt verschiedene alternative Lösungen auf dem Markt, die ähnliche Funktionalitäten bieten, sich aber in bestimmten Aspekten unterscheiden:
Google Deep Research
Integriert in Gemini Advanced (ebenfalls für 20 US-Dollar/Monat erhältlich). Google bietet mit Gemini Advanced eine vergleichbare Lösung an, die ebenfalls auf Deep Research-Funktionalitäten setzt. Der Wettbewerb zwischen OpenAI und Google treibt die Innovation in diesem Bereich voran und führt zu einer stetigen Verbesserung der verfügbaren Technologien.
xAI DeepSearch
Exklusiv für Nutzer von Grok (ab 8 US-Dollar/Monat). xAI, das Unternehmen von Elon Musk, bietet mit DeepSearch eine weitere Alternative, die jedoch an das Grok-Abonnement gebunden ist. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure im KI-Markt unterschiedliche Strategien verfolgen, um ihre Technologien zu positionieren und zu vermarkten.
Microsoft Think Deeper
Kostenlos verfügbar, jedoch ohne Webbrowsing-Funktionalität. Microsoft bietet mit Think Deeper eine kostenlose Lösung an, die jedoch in ihrer Funktionalität eingeschränkt ist, da sie nicht auf das Internet zugreifen kann. Dies verdeutlicht, dass die Fähigkeit zum Webbrowsing ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal für Deep Research-Tools darstellt.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den verschiedenen Lösungen liegt in der „Agentenfähigkeit“. Während Microsofts Think Deeper auf statische Datensätze beschränkt ist, sind die Systeme von OpenAI und Google in der Lage, eigenständig im Web zu recherchieren und dynamisch auf neue Informationen zuzugreifen. Diese Fähigkeit zur autonomen Informationsbeschaffung und -verarbeitung ist ein zentraler Vorteil von Deep Research und unterscheidet es von einfacheren Suchwerkzeugen.
Perplexity Deep Research
Perplexity Deep Research präsentiert sich als kostenlose, KI-gestützte Rechercheplattform, die Nutzern einen schnellen und interaktiven Zugang zu umfangreichen, aktuellen Informationsquellen ermöglicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchwerkzeugen legt Perplexity besonderen Wert auf die transparente Darstellung von Quellenangaben und die Fähigkeit, komplexe Fragestellungen kontextbezogen zu beantworten. Durch den Einsatz fortschrittlicher Algorithmen gelingt es der Plattform, dynamisch relevante Daten aus dem Web zu extrahieren und dabei den Informationsbedarf des Nutzers in Echtzeit zu decken. Diese Kombination aus autonomer Webrecherche und präziser Ergebnisaufbereitung macht Perplexity Deep Research zu einem attraktiven Instrument – insbesondere für Anwender, die neben Schnelligkeit auch fundierte und nachvollziehbare Informationen schätzen. Zudem ermöglicht die interaktive Natur der Plattform, Anschlussfragen direkt im Dialog zu klären und so einen iterativen Forschungsprozess zu unterstützen.
Ökonomische Implikationen und Marktstrategie
Die Preisdifferenzierung von OpenAI, mit einem Plus-Abonnement für 20 US-Dollar und einem Pro-Abonnement für 200 US-Dollar, ist ein strategischer Schachzug, um sowohl breite Nutzergruppen anzusprechen als auch Hochleistungsanwender zu binden. Die erschwinglichere Plus-Option ermöglicht es einem großen Publikum, die Vorteile von Deep Research kennenzulernen und zu nutzen, während das Pro-Abonnement auf professionelle Anwender zugeschnitten ist, die umfangreiche Recherchen durchführen und erweiterte Funktionalitäten benötigen.
Analysten wie Paul Schell von ABI Research sehen in dieser Entwicklung einen klaren Trend zur „Demokratisierung agentenbasierter KI“. Die breitere Verfügbarkeit von Deep Research und ähnlichen Technologien hat das Potenzial, die Wissensarbeit grundlegend zu verändern und neue Möglichkeiten für Unternehmen und Einzelpersonen zu eröffnen. Gleichzeitig birgt diese Entwicklung auch disruptive Effekte für traditionelle Wissensarbeiter, deren Aufgaben zunehmend von KI-Systemen übernommen werden könnten. Die Fähigkeit, mit KI-gestützten Werkzeugen effektiv zusammenzuarbeiten und deren Ergebnisse kritisch zu bewerten, wird in Zukunft eine Schlüsselkompetenz für Wissensarbeiter sein.
Sicherheit und Risikomanagement
Halluzinationsraten und Fehleranfälligkeit
Trotz der beeindruckenden Leistungsfähigkeit von Deep Research ist es wichtig, die Grenzen und potenziellen Risiken dieser Technologie zu berücksichtigen. OpenAI selbst räumt ein, dass Deep Research in 3–5 % der Fälle falsche Schlüsse ziehen oder Autoritätsquellen nicht korrekt bewerten kann. Diese „Halluzinationen“ oder Fehler können verschiedene Ursachen haben, beispielsweise Unzulänglichkeiten im Trainingsdatensatz, algorithmische Schwächen oder die inhärente Komplexität der zu bearbeitenden Informationen.
Ein internes Whitepaper von OpenAI warnt speziell vor folgenden potenziellen Fehlerquellen:
Fehlinterpretation regulatorischer Richtlinien
Deep Research kann Schwierigkeiten haben, komplexe Gesetze, Verordnungen oder Compliance-Richtlinien korrekt zu interpretieren und anzuwenden. Dies kann insbesondere in stark regulierten Branchen wie dem Finanzwesen oder dem Gesundheitswesen problematisch sein.
Unzureichende Unterscheidung zwischen Fakten und Gerüchten
Im dynamischen Informationsraum des Internets ist es oft schwierig, zwischen gesicherten Fakten und unbestätigten Gerüchten oder Meinungsäußerungen zu unterscheiden. Deep Research kann in manchen Fällen Schwierigkeiten haben, diese Unterscheidung zuverlässig zu treffen und möglicherweise falsche oder irreführende Informationen in seine Berichte aufnehmen.
Limitierungen bei der Unsicherheitskommunikation
KI-Systeme haben oft Schwierigkeiten, Unsicherheiten und Wahrscheinlichkeiten in ihren Aussagen explizit zu kommunizieren. Deep Research könnte in manchen Fällen den Eindruck erwecken, dass seine Ergebnisse absolut sicher und fehlerfrei sind, obwohl dies in der Realität nicht immer der Fall ist.
Sicherheitsmaßnahmen und Qualitätssicherung
Um die Risiken zu minimieren und die Sicherheit von Deep Research zu gewährleisten, hat OpenAI verschiedene Maßnahmen ergriffen:
1. Red-Teaming-Kampagnen
Externe Sicherheitsexperten und „Red Teams“ wurden beauftragt, gezielt nach Schwachstellen und potenziellen Missbrauchsmöglichkeiten in Deep Research zu suchen. Diese Tests umfassten 12 verschiedene Risikokategorien, darunter Datenschutz, Verbreitung gefährlicher Ratschläge, Diskriminierung und Manipulation. Die Ergebnisse dieser Kampagnen halfen OpenAI, Schwachstellen zu identifizieren und die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern.
2. Automatisierte Evaluierungen
OpenAI setzt auf automatisierte Evaluierungssysteme, um die Qualität und Sicherheit von Deep Research kontinuierlich zu überwachen. Diese Systeme erreichen nach eigenen Angaben eine Genauigkeit von 93 % bei der Erkennung unerwünschter Inhalte, wie beispielsweise Hassreden, Propaganda oder schädliche Informationen.
3. Sandboxing
Die Ausführung von Python-Code innerhalb von Deep Research erfolgt in isolierten „Sandbox“-Umgebungen. Dies verhindert, dass potenziell schädlicher Code Zugriff auf das Gesamtsystem erhält oder unerwünschte Seiteneffekte verursacht. Sandboxing ist eine gängige Sicherheitstechnik, um das Risiko von Malware oder Systemkompromittierungen zu minimieren.
Zukünftige Entwicklungen und offene Fragen
Geplante Funktionen und Erweiterungen
OpenAI hat bereits angekündigt, dass Deep Research in den kommenden Monaten weiterentwickelt und um neue Funktionen erweitert wird. Für das zweite Quartal 2025 sind folgende Erweiterungen geplant:
Multimodale Berichte
Die Integration von Datenvisualisierungen und generierten Bildern in die Berichte von Deep Research. Dies soll die Verständlichkeit und Aussagekraft der Berichte weiter erhöhen und es Nutzern ermöglichen, komplexe Informationen auf einen Blick zu erfassen.
API-Zugang
Die Bereitstellung einer Programmierschnittstelle (API) für ausgewählte Enterprise-Partner. Dies würde es Unternehmen ermöglichen, Deep Research direkt in ihre eigenen Systeme und Anwendungen zu integrieren und die Technologie für spezifische Anwendungsfälle anzupassen. OpenAI betont jedoch, dass die API-Freigabe erst erfolgen wird, sobald die „Persuasion-Risiken“ ausreichend geklärt sind. Dies deutet darauf hin, dass OpenAI die potenziellen Risiken von Deep Research, insbesondere im Hinblick auf Manipulation und Desinformation, sehr ernst nimmt.
Dynamische Abfragelimits
Die Einführung nutzungsabhängiger Skalierung für Teams. Dies könnte bedeuten, dass Teams, die Deep Research intensiv nutzen, flexiblere Abfragelimits erhalten oder zusätzliche Kapazitäten hinzubuchen können. Eine dynamische Anpassung der Nutzungslimits würde es Organisationen erleichtern, Deep Research optimal in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren.
Ungeklärte Herausforderungen und Forschungsbedarf
Trotz der beeindruckenden Fortschritte gibt es noch offene Fragen und Herausforderungen im Zusammenhang mit Deep Research und KI-gestützter Wissensarbeit im Allgemeinen. Kritiker hinterfragen beispielsweise, ob die aktuellen Zitationsmechanismen wissenschaftlichen Standards genügen. Ein Fallbeispiel aus der wissenschaftlichen Literaturanalyse zeigt, dass Deep Research bei der Analyse von Oct4-Proteinmodifikationen zwar in 87 % der Fälle relevante Studien korrekt zitierte, aber in 13 % der Fälle veraltete oder irrelevante Quellen einbezog. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass die Qualitätssicherung und die kritische Bewertung der Ergebnisse von KI-Systemen weiterhin eine wichtige Rolle spielen müssen.
Es bleibt auch die Frage offen, wie sich die breitere Verfügbarkeit von Deep Research auf die Arbeitswelt und die Rolle von Wissensarbeitern auswirken wird. Wird Deep Research tatsächlich „Wochenarbeit in Minuten“ transformieren, wie Kevin Weil es prognostiziert? Oder wird es sich als ein weiteres KI-Werkzeug mit begrenztem Praxisnutzen erweisen? Die Antwort auf diese Fragen wird maßgeblich davon abhängen, wie Unternehmen und Einzelpersonen diese Technologie adaptieren und in ihre Arbeitsabläufe integrieren. Sicher ist jedoch, dass die Ära der agentenbasierten Recherche begonnen hat und die Art und Weise, wie wir Wissen gewinnen und verarbeiten, grundlegend verändern wird.
Ein Wendepunkt in der KI-gestützten Wissensarbeit
Die Öffnung von Deep Research für ein breiteres Publikum markiert einen Wendepunkt in der KI-gestützten Wissensarbeit. Das Tool bietet Forschern, Analysten und Wissensarbeitern in verschiedenen Bereichen beispiellose Effizienzgewinne und neue Möglichkeiten zur Wissensgewinnung. Gleichzeitig bleiben wichtige Fragen zur Qualitätssicherung, ethischen Verantwortung und den Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Die Entscheidung von OpenAI, Deep Research vorerst nicht über eine API anzubieten, unterstreicht den vorsichtigen Umgang des Unternehmens mit potenziellen Missbrauchsrisiken und die Notwendigkeit, die Technologie verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Für Organisationen wird die Integration solcher Tools zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor, vorausgesetzt, sie entwickeln parallel die notwendigen Kompetenzen zur kritischen Bewertung der Ergebnisse und zum verantwortungsvollen Einsatz dieser Technologie. Die nächsten Monate und Jahre werden zeigen, ob Deep Research tatsächlich das Potenzial hat, die Wissensarbeit grundlegend zu transformieren und eine neue Ära der KI-gestützten Erkenntnisgewinnung einzuleiten.
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