⭐️ Robotics/Robotik  ⭐️ XPaper  

Sprachauswahl 📢


Second-Hand Roboter? Welche Branchen profitieren am meisten von gebrauchten Robotern?

Veröffentlicht am: 4. April 2025 / Update vom: 4. April 2025 – Verfasser: Konrad Wolfenstein

Second-Hand Roboter? Welche Branchen profitieren am meisten von gebrauchten Robotern?

Second-Hand Roboter? Welche Branchen profitieren am meisten von gebrauchten Robotern? – Bild: Xpert.Digital

So profitieren Branchen von generalüberholten Robotern

Gebrauchte Roboter: Die smarte Wahl für die Automatisierung

Der Einsatz gebrauchter Roboter hat sich in den letzten Jahren zu einer strategischen Lösung für zahlreiche Branchen entwickelt, die Kosteneffizienz mit technologischer Zuverlässigkeit verbinden möchten. Insbesondere Branchen mit hohem Automatisierungsbedarf, begrenzten Budgets oder spezifischen Anforderungen an bewährte Technologien finden in generalüberholten Industrierobotern eine attraktive Alternative zu Neuanschaffungen. Die folgenden Abschnitte analysieren detailliert, welche Industriezweige am stärksten von dieser Entwicklung profitieren und wie sie die Vorteile gebrauchter Roboter nutzen.

Passend dazu:

Automobilindustrie: Pionier und Hauptnutzer gebrauchter Roboter

Die Automobilindustrie gilt als Vorreiter bei der Einführung von Robotik und dominiert nach wie vor den Markt für gebrauchte Industrieroboter. Viele der verfügbaren Modelle stammen ursprünglich aus Montagewerken großer Automobilhersteller, wo sie Aufgaben wie Schweißen, Lackieren oder Karosseriemontage übernahmen. Nach einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von fünf bis sieben Jahren gelangen diese Roboter über spezialisierte Händler wie Eurobots oder Surplex zurück auf den Markt, oft generalüberholt und mit modernisierten Steuerungssystemen ausgestattet.

Schweiß- und Lackierapplikationen

Gebrauchte KUKA- und ABB-Roboter aus der Automobilfertigung eignen sich besonders für repetitive Hochpräzisionsaufgaben. Ein KR 210 von KUKA, ursprünglich in der Karosseriemontage eingesetzt, kann nach einer Überholung problemlos in der Serienfertigung von Fahrzeugkomponenten wiederverwendet werden. Diese Modelle bieten eine Traglast von bis zu 300 kg und eine Wiederholgenauigkeit von ±0,05 mm, was sie ideal für anspruchsvolle Schweißprozesse macht.

Kosteneinsparungen in der Zulieferkette

Zulieferbetriebe der Automobilbranche, oft mittelständisch geprägt, nutzen gebrauchte Roboter, um sich an volatile Auftragslagen anzupassen. Ein generalüberholter FANUC M-710iC, der neu über 100.000 Euro kostet, ist gebraucht bereits ab 45.000 Euro erhältlich – eine Ersparnis von mehr als 50%. Diese Preisstruktur ermöglicht es kleineren Betrieben, flexible Produktionszellen aufzubauen, ohne langfristige Finanzierungsrisiken einzugehen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Demokratisierung der Automatisierung

Für KMU stellen gebrauchte Roboter häufig den Einstieg in die Automatisierung dar. Laut der International Federation of Robotics (IFR) nutzten 2024 bereits 38% der deutschen Mittelständler gebrauchte Robotersysteme, verglichen mit 22% im Jahr 2020. Diese Entwicklung wird durch Plattformen wie Surplex.com beschleunigt, die monatlich Auktionen ohne Mindestgebote durchführen und so den Marktzugang vereinfachen.

Flexibilität durch modulare Systeme

KMU profitieren von der Vielseitigkeit gebrauchter Modelle wie dem ABB IRB 4600, der sich sowohl für Palettierung als auch für Maschinenbeschickung umrüsten lässt. Durch den Verzicht auf branchenspezifische Sonderanfertigungen reduzieren Unternehmen Implementierungskosten um durchschnittlich 30%. Ein Maschinenbauunternehmen aus Baden-Württemberg berichtet beispielsweise, dass ein gebrauchter KUKA KR 16 in nur sechs Wochen in die bestehende CNC-Bearbeitungslinie integriert werden konnte.

Amortisation und Finanzierungsmodelle

Die kürzere Amortisationszeit gebrauchter Roboter – oft unter zwei Jahren – macht sie für KMU besonders attraktiv. Leasing-Angebote mit monatlichen Raten ab 800 Euro ermöglichen sogar Handwerksbetrieben den Zugang zu Automatisierungstechnik. Zudem bieten Anbieter wie UsedRobotsTrade sechsmonatige Garantien, um technische Risiken zu minimieren.

Passend dazu:

Allgemeine Fertigungsindustrie: Breite Anwendungsfelder

In der metallverarbeitenden Industrie, im Werkzeugbau und in der Kunststoffverarbeitung kommen gebrauchte Roboter vor allem bei Materialhandhabung und Qualitätskontrolle zum Einsatz. Ein FANUC M-20iA, ursprünglich in der Automobilindustrie genutzt, übernimmt in einer Metallgießerei das Entgraten von Aluminiumteilen mit einer Zykluszeit von 12 Sekunden pro Teil – eine Steigerung von 40% gegenüber manueller Bearbeitung.

Palettierung und Verpackung

Gebrauchte Palettierroboter wie der Yaskawa Motoman EPX2900 finden sich zunehmend in Lebensmittel- und Pharmabetrieben. Mit einer Reichweite von 2.900 mm und einer Traglast von 250 kg automatisieren sie das Stapeln von Kartons auf Europaletten, wobei sie durchschnittlich 1.200 Einheiten pro Stunde bewältigen. Die Integration in bestehende Linien wird durch standardisierte Schnittstellen wie Profinet oder Ethernet/IP vereinfacht.

Schweißautomation in der Serienfertigung

Mittelständische Maschinenbauer setzen gebrauchte Schweißroboter ein, um Kleinserien profitabel zu halten. Ein ABB IRB 1520ID mit integrierter Drahtvorschubeinrichtung reduziert die Schweißkosten pro Meter um bis zu 25% gegenüber manuellen Prozessen. Durch den Einsatz von Offline-Programmierung (OLP) verkürzt sich die Umrüstzeit zwischen unterschiedlichen Schweißaufgaben auf unter vier Stunden.

Logistik und Intralogistik: Automatisierung der Warenflüsse

Die Logistikbranche nutzt gebrauchte Roboter insbesondere für Kommissionierung und Containerbeladung. Ein KUKA KR 1000 Titan, gebraucht ab 75.000 Euro erhältlich, kann Paletten mit bis zu 1.000 kg Gewicht stapeln und reduziert so den Personaleinsatz in Hochregallagern um zwei Schichten pro Tag.

Mobile Robotiklösungen

Generalüberholte Fahrerlose Transportsysteme (FTS) auf Basis gebrauchter Omron LD-250 Plattformen ermöglichen die Automatisierung von Materialtransporten in Produktionshallen. Diese Systeme navigieren mittels SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping) und lassen sich mit gebrauchten Knickarmrobotern zu hybriden Lösungen kombinieren.

E-Commerce-Adaption

Online-Händler setzen verstärkt auf gebrauchte Pick-and-Place-Roboter, um Spitzenlasten in der Paketkommissionierung abzufangen. Ein FANUC LR-10iA mit 3D-Vision-System verarbeitet bis zu 800 Artikel pro Stunde und reduziert Fehlpicks durch Machine-Learning-Algorithmen auf unter 0,3%.

Elektronik- und Halbleiterindustrie: Präzision zu reduzierten Kosten

In der Mikroelektronikfertigung ermöglichen gebrauchte SCARA-Roboter die präzise Bestückung von Leiterplatten. Ein Epson T3-401S, gebraucht ab 15.000 Euro, positioniert SMD-Bauteile mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,01 mm und erreicht Zykluszeiten unter 0,3 Sekunden pro Komponente.

Reinraumtaugliche Modelle

Generalüberholte Roboter der Serie FANUC M-1iA werden nachträglich mit partikelarmen Schmiermitteln und speziellen Oberflächenbeschichtungen ausgestattet, um ISO-Klasse 5 Reinraumbedingungen zu erfüllen. Dies reduziert die Investitionskosten für Halbleiterhersteller um bis zu 60% im Vergleich zu Neuanschaffungen.

Bildung und Forschung: Praxisnahe Ausbildung

Technische Hochschulen und Berufsbildungszentren nutzen gebrauchte Industrieroboter, um praxisnahe Schulungen anzubieten. Ein ABB IRB 120 Schulungszelle inklusive Programmierstation ist bereits ab 12.000 Euro verfügbar und simuliert reale Produktionsszenarien.

Forschungsprojekte und Prototyping

Universitäten setzen gebrauchte Roboterplattformen wie den KUKA youBot ein, um kostengünstig Algorithmen für kollaborative Robotik zu testen. Durch Open-Source-Steuerungsframeworks wie ROS (Robot Operating System) entstehen hier innovative Anwendungen für die Mensch-Roboter-Interaktion.

Nachhaltigkeit als branchenübergreifender Treiber

Unabhängig von der konkreten Branche spielt der Nachhaltigkeitsaspekt eine zentrale Rolle. Die Wiederverwendung eines typischen 200-kg-Industrieroboters spart laut Studien des Fraunhofer IPA rund 8,5 Tonnen CO₂-Äquivalente ein – dies entspricht der jährlichen Klimaleistung von 380 Buchen. Unternehmen wie Surplex dokumentieren diese Bilanz durch Environmental Product Declarations (EPDs), was die Kreislaufwirtschaft in der Industrie weiter vorantreibt.

Breite Adoption durch technologische Reife

Die analysierten Branchen demonstrieren, dass gebrauchte Roboter längst kein Kompromiss mehr darstellen, sondern einen strategischen Vorteil bieten. Mit Generalüberholungsprozessen, die 85% der Neugeräteleistung bei 40-60% der Kosten erreichen, etablieren sie sich als gleichberechtigte Säule industrieller Automatisierung. Die fortschreitende Standardisierung von Schnittstellen und die Verfügbarkeit von Ersatzteillagern werden diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter beschleunigen.

Passend dazu:

 

Ihr globaler Marketing und Business Development Partner

☑️ Unsere Geschäftssprache ist Englisch oder Deutsch

☑️ NEU: Schriftverkehr in Ihrer Landessprache!

 

Digital Pioneer - Konrad Wolfenstein

Konrad Wolfenstein

Gerne stehe ich Ihnen und mein Team als persönlicher Berater zur Verfügung.

Sie können mit mir Kontakt aufnehmen, indem Sie hier das Kontaktformular ausfüllen oder rufen Sie mich einfach unter +49 89 89 674 804 (München) an. Meine E-Mail Adresse lautet: wolfensteinxpert.digital

Ich freue mich auf unser gemeinsames Projekt.

 

 

☑️ KMU Support in der Strategie, Beratung, Planung und Umsetzung

☑️ Erstellung oder Neuausrichtung der Digitalstrategie und Digitalisierung

☑️ Ausbau und Optimierung der internationalen Vertriebsprozesse

☑️ Globale & Digitale B2B-Handelsplattformen

☑️ Pioneer Business Development / Marketing / PR / Messen


⭐️ Robotics/Robotik  ⭐️ XPaper