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Solarenergie-Ausbau in Brandenburg: Drei XL-Solarpark Großprojekte im Fokus – Neuruppin, Vierlinden (Görlsdorf) bis Ketzin

Veröffentlicht am: 25. März 2025 / Update vom: 26. März 2025 – Verfasser: Konrad Wolfenstein

Solarenergie-Ausbau in Brandenburg: Drei XL-Solarpark Großprojekte im Fokus

Solarenergie-Ausbau in Brandenburg: Drei XL-Solarpark Großprojekte im Fokus – Kreativbild: Xpert.Digital

XL-Solarparks in Brandenburg: Schlüsselprojekte für eine nachhaltige Zukunft

Von Neuruppin, Vierlinden (Görlsdorf) bis Ketzin: Brandenburg treibt die Energiewende mit gigantischen Solarparks voran

Die Energiewende in Brandenburg nimmt mit mehreren Großprojekten im Bereich Solarenergie konkrete Formen an. Drei bedeutende Vorhaben stechen dabei besonders hervor: ein 100-Hektar-Solarpark an der A24 bei Neuruppin, ein 91-Hektar-Projekt in Vierlinden sowie der erste deutsche Solarpark des portugiesischen Energiekonzerns EDP in Ketzin. Diese Projekte verdeutlichen Brandenburgs wachsende Bedeutung als Standort für großflächige Photovoltaikanlagen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

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100-Hektar-Solarpark an der A24 bei Neuruppin

Die Stadtverordneten von Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) haben im Dezember 2024 mehrheitlich eine Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, um den Weg für einen neuen Solarpark zu ebnen. Die geplante Photovoltaikanlage soll eine beeindruckende Größe von rund 100 Hektar erreichen, was etwa 140 Fußballfeldern entspricht, und sich östlich des Ortsteils Stöffin entlang der Autobahn 24 erstrecken.

Das Projekt ist in zwei Bereiche unterteilt: Für einen 30 Hektar großen Abschnitt, der direkt an die Autobahn grenzt und als privilegierter Bereich für den Bau von Solarparks gilt, hat der Investor bereits eine Baugenehmigung vom Landkreis erhalten. Dieser Teil ist etwa 200 Meter breit. Für den größeren Teil mit 74 Hektar und einer Breite von gut 350 Metern haben die Stadtverordneten nun die Änderungen der Flächennutzungs- und Bebauungspläne angestoßen.

Als potenzieller Investor wir eine Tochtergesellschaft des größten deutschen Agrarhändlers in einem Nachrichtenbericht von MAZ-Online genannt. Es gibt jedoch Unsicherheiten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Mutterunternehmens. Den Recherchen nach kann es sich nur um die BayWa AG und der BayWa r.e. AG (BayWa renewable energy) handeln.

Zeitplan und wirtschaftliche Bedeutung

Mit einem Baubeginn des Solarparks ist allerdings frühestens 2027 zu rechnen, die Betriebsbereitschaft wird nicht vor 2028 erwartet. Die Stadt Neuruppin erhofft sich durch dieses Projekt zusätzliche Einnahmen. Bei einer prognostizierten Leistung von bis zu 120 Megawatt könnte der Solarpark jährlich bis zu 240.000 Euro in die Stadtkasse spülen.

In Neuruppin gibt es bereits weitere Erfahrungen mit Solarenergie. Die A24 Energie, ein lokales Unternehmen, installierte beispielsweise im Auftrag der Stadtwerke Neuruppin eine 28 kWp Photovoltaikanlage mit erweiterbarem Lithium-Ionen-Speichersystem für das Wohnprojekt “WOMENA” am Sonnenufer in Neuruppin.

EnBW-Solarpark in Vierlinden (Görlsdorf)

In der Gemeinde Vierlinden, Ortsteil Görlsdorf im Landkreis Märkisch-Oderland, baut der Energiekonzern EnBW den Solarpark “Am 4-Ruthen-Pfuhl Görlsdorf”. Die Anlage umfasst insgesamt circa 91 Hektar, wovon etwa 78 Hektar direkt zur Energieerzeugung mit Photovoltaikmodulen genutzt werden. Der Solarpark soll Ende 2025 in Betrieb gehen.

Technische Details und Umweltnutzen

Bei diesem Großprojekt kommen rund 142.500 Solarmodule zum Einsatz, die jeweils eine spezifische Leistung von etwa 610 bis 615 Watt haben. Die Anlage wird voraussichtlich rund 94 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren – genug, um etwa 35.000 Drei-Personen-Haushalte mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen. Durch diese Stromerzeugung können jährlich circa 67.600 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Die EnBW wird den Park für 30 Jahre betreiben. Die Conecon GmbH wurde von EnBW mit dem Bau des Solarparks beauftragt, einschließlich Baumanagement sowie mechanischer und elektrischer Installation.

Wirtschaftliche Vorteile für die Gemeinde

Ein besonderer Vorteil für die Gemeinde Vierlinden liegt in den finanziellen Zuwendungen. Durch den sogenannten “Solar-Euro” in Brandenburg kann die Gemeinde über die Betriebsdauer des Parks mit jährlichen Einnahmen von etwa 170.000 Euro rechnen. Bis zum Ende der Laufzeit werden so voraussichtlich rund 5 Millionen Euro zusammenkommen. Hinzu kommen noch die Gewerbesteuereinnahmen aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage.

Die EnBW betont, dass sie anders als viele andere Projektentwickler ihre Anlagen nicht nur plant und baut, sondern auch selbst betreibt. Für die kommenden Jahrzehnte will das Unternehmen als Ansprechpartner für die Gemeinde und die Menschen vor Ort präsent bleiben.

EDP-Solarpark in Ketzin – Premiere eines portugiesischen Energiekonzerns

Der portugiesische Energiekonzern EDP hat über seine Tochtergesellschaft EDP Renewables mit dem Bau seines ersten Großprojekts für erneuerbare Energien in Deutschland begonnen. Der Solarpark entsteht in Ketzin im Bundesland Brandenburg, westlich von Berlin.

Projektpartnerschaft und technische Daten

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Kronos Solar EDPR entwickelt, einem deutschen Solarentwickler, den EDP im Jahr 2022 übernommen hat. Die Expertise von Kronos Solar ermöglicht EDP den Aufbau einer starken Pipeline an Solarprojekten für die kommenden Jahre.

EDP Renewables (EDP Renováveis, S.A. – Madrid) ist die Tochtergesellschaft der portugiesischen Energiegruppe Energias de Portugal (EDP) und spezialisiert auf erneuerbare Energien, insbesondere Windenergie und Solarenergie.

Die Ketzin-Anlage verfügt über eine installierte Leistung von 87 MWp und wird nach ihrer Inbetriebnahme voraussichtlich rund 91 GWh Strom pro Jahr produzieren. Diese Energiemenge reicht aus, um mehr als 28.000 Haushalte in der Region mit Strom zu versorgen und gleichzeitig etwa 75.000 Tonnen CO₂-Emissionen zu vermeiden.

Strategische Bedeutung für EDP Renewables

Die Inbetriebnahme des Solarparks ist für die zweite Hälfte des Jahres 2025 geplant. Für EDP markiert der Bau in Ketzin einen wichtigen Meilenstein und den ersten Schritt eines ambitionierten Wachstumsplans für Deutschland. Duarte Bello, CEO von EDP für Europa, betont: “Mit mehr als 5 GWp großer Solarprojekte in verschiedenen Entwicklungsstadien bis zum Ende des Jahrzehnts und mit einem engagierten Team für Windenergie und andere erneuerbare Technologien wird Deutschland zu einem der wichtigsten Märkte für EDPs globale Ambitionen.”

Die kurzfristigen Projekte von EDP in Deutschland konzentrieren sich auf große Solaranlagen mit dem Ziel, in den nächsten zwei Jahren über 400 MWp zu installieren. Langfristig plant das Unternehmen, sein Portfolio mit Windkraft an Land und Batteriespeichern zu erweitern und zu diversifizieren. Bis 2030 will EDP so mit über 1 GW an neuen Projekten zur Energiewende in Deutschland beitragen.

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Der Solarausbau in Brandenburg – Chancen und Herausforderungen

Brandenburg entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Standort für Solarenergie in Deutschland. Die sonnenreichen Bedingungen und die verfügbaren Flächen machen das Bundesland attraktiv für Investoren aus dem In- und Ausland.

Weitere Solarprojekte in Brandenburg

Neben den drei vorgestellten Großprojekten gibt es weitere bedeutende Solarparks in Brandenburg. In Lübben im Spreewald wurde beispielsweise entlang der Bahntrasse der Solarpark Groß Lubolz mit 14,5 Megawatt Spitzenleistung in Betrieb genommen. Auf einer zwölf Hektar großen Fläche wurden rund 26.000 Solarmodule aufgebaut. Der erwartete Jahresertrag liegt bei etwa 15,5 Millionen Kilowattstunden, was dem Jahresbedarf von 4.875 durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalten entspricht und jährlich circa 6.000 Tonnen CO₂-Emissionen gegenüber dem bundesdeutschen Strommix einspart.

Ein weiteres Beispiel ist der Solarpark in Karstädt, den die Energiekontor AG an die CEE Group verkauft hat. Mit einer Gesamtnennleistung von rund 19 MWp wird dieser Park ab dem ersten vollen Betriebsjahr jährlich rund 20 GWh grünen Strom erzeugen, was dem durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von etwa 6.000 deutschen Haushalten entspricht.

Finanzierungsmodelle und wirtschaftliche Vorteile

Die Solarparks bringen nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für die Standortgemeinden. Durch den “Solar-Euro” in Brandenburg sowie durch Gewerbesteuereinnahmen profitieren die Kommunen finanziell vom Betrieb der Anlagen. Diese zusätzlichen Einnahmen können für verschiedene kommunale Projekte genutzt werden.

Zudem bieten einige Betreiber wie Enerparc den Einwohnerinnen und Einwohnern Finanzierungsbeteiligungen mit attraktiven Zinssätzen an, wie Beispiele aus anderen Regionen zeigen.

Internationale Investitionen machen Brandenburg zum Energie-Hotspot

Brandenburg positioniert sich mit mehreren Großprojekten als wichtiger Standort für Solarenergie in Deutschland. Die vorgestellten Projekte in Neuruppin, Vierlinden und Ketzin leisten einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.

Die Investitionen internationaler Konzerne wie EnBW und EDP unterstreichen die wachsende Bedeutung Brandenburgs als Standort für erneuerbare Energien. Mit seinem Engagement in Ketzin macht der portugiesische Energiekonzern EDP deutlich, dass Deutschland und insbesondere Brandenburg ein Schlüsselmarkt für seine europäischen Investitionen ist.

Die lokale Wertschöpfung durch Steuereinnahmen und direkte finanzielle Zuwendungen an die Gemeinden stärkt zudem die Akzeptanz der Anlagen bei der Bevölkerung. Die Entwicklung zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien ökologische und ökonomische Vorteile vereinen kann und so einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region leistet.

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